Mai 23, 2026 - Lesezeit: 2 Minuten
Die Medikamentenversuche von Münsterlingen als Teil eines Vampir-Musicals? Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die Bühne Mammern wagt den Versuch. Ab 29. Mai im Zirkuszelt.
Es gab mal eine Zeit, da kam man an Vampirgeschichten in der Popkultur nicht vorbei. Ausgelöst vor allem durch die Romanze «Twilight» waren die bissigen Kreaturen plötzlich überall: im Film, in der Musik, in Serien, in Computerspielen, in den Theatern. Der ganz grosse Hype ist inzwischen abgeebbt, trotzdem üben die mystischen Geschichten um die Blutsauger immer wieder eine besondere Faszination auf viele Menschen aus. Erst in diesem Jahr erhielt der Kinofilm «Blood and Sinnes» vier Oscars.
Auf diesen Vampirtrend springt nun auch ein Thurgauer Musicaltheater auf. Ab 29. Mai zeigt die Bühne Mammern in einem Zirkuszelt direkt am Bodenseeufer die Uraufführung von «Das Vampirgerücht». Das Stück stammt aus der Feder des Thurgauer Komponisten und Musikers David Lang. Wir treffen uns an einem Mittwoch im Mai. Das Wetter draussen eher aprilig, unter der Kuppel des Zirkuszeltes ist eine eigene Welt entstanden: Gerüste, eine Leinwand mit Hafenstadtkulisse, bunte Wimpel hängen über der Manege.
Es sind noch zwei Wochen bis zur Premiere, und Lang, graue Jeans, schwarzes T-Shirt, leicht verwuscheltes Haar, wirkt sehr aufgeräumt. «Ich hatte bei keiner anderen Produktion hier vorher ein so gutes Gefühl», verrät er zur Begrüssung. Die Proben liefen gut, Schauspiel und Musik wachsen Stück für Stück zusammen, «ich bin fest davon überzeugt, dass das ein Erfolg wird», sagt Lang.
Bild: «Das wird gut»: Der Komponist und Musiker David Lang in der Kulisse seines neuen Musicals «Das Vampirgerücht». | © Michael Lünstroth
(pd, rm)

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