Archäologische Objekte – aus dem Thurgau zurück nach Kolumbien
Kulturgüter zurückgegeben
Juni 2, 2026 - Lesezeit: 3 Minuten
Das Amt für Archäologie Thurgau übergibt drei archäologische Objekte aus präkolumbianischer Zeit der kolumbianischen Botschaft.
Im Amt für Archäologie wurden über Jahrzehnte immer wieder archäologische Objekte aus fremden Ländern abgegeben. Die kantonale Fachstelle ist zwar nur für Thurgauer Archäologie zuständig, doch um das Kulturgut davor zu bewahren, auf der Abfallhalde oder dem Schwarzmarkt zu landen, hat es Keramik, Waffen und weitere Objekte im Depot bewahrt und gehütet.
Seit einigen Jahren hat sich die Rechtslage geändert und es gibt die Fachstelle «Internationaler Kulturgütertransfer und Raubkunst» im Bundesamt für Kultur (BAK). Diese koordiniert die Rückgabe archäologischer Objekte an die Ursprungsländer.
Das Amt für Archäologie Thurgau hat heute Dienstag, 2. Juni 2026, alle internationalen Kulturgüter aus dem eigenen Depot dem BAK übergeben. Die präkolumbianischen Keramiken sind dabei in einer feierlichen Übergabe der kolumbianischen Botschaft zurückgegeben worden.
(pd, rm)
(Foto: Übergabezeremonie kolumbianischer Kulturgüter am 2. Juni 2026 im Bundesamt für Kultur in Bern. Abgebildet sind von links nach rechts: Juan Morales Caicedo, Deputy Secretary for External Relations der kolumbianischen Botschaft; Dr. Simone Schmid, Amt für Archäologie des Kantons Thurgau; S.E. Francisco Javier Echeverri Lara, Botschafter Kolumbiens in der Schweiz; Andrea del Pilar Candela Núñez, lokale Mitarbeiterin der kolumbianischen Botschaft; Linda Leuenberger, Konservatorin-Restauratorin des Kantons Thurgau; Fabienne Baraga, Leiterin der Fachstelle Internationaler Kulturgütertransfer und Raubkunst, Bundesamt für Kultur; Eugenia Huguenin-Elie, Juristin an der Fachstelle Internationaler Kulturgütertransfer und Raubkunst, Bundesamt für Kultur.)

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